Fotoreise Island

  • Von: 25.05.2017
  • Bis: 11.06.2017
  • Preis: 3.990,00 € p.P. im Doppelzimmer (ohne Flug)
  • Einzelzimmerzuschlag: 720,-

Island ist ein Traumziel für alle, die Weite und Schönheit der nordischen Landschaft erleben möchten: nah am nördlichen Polarkreis gelegen, überraschend in der Vielfalt der Eindrücke, herausfordernd zwischen karger Monotonie und praller Fülle, beeindruckend in der Freundlichkeit seiner Bewohner. Hier ist die Erdkruste dünn, erlaubt sie uns doch einen Blick ins Innere bei den kochenden Schlammlöchern und sprudelnden Geysiren.

 

Tag 1

Flug von deutschen Flughäfen, den wir Ihnen gerne buchen, nach Keflavik. Als erste Region erkunden wir die Halbinsel Reykjanes, die vulkanisch zum größten Teil erst in den letzten 10000 Jahren entstanden ist. Zahlreiche sich noch vergrößernde Erdspalten sowie aktive Thermalgebiete sind hier zu finden. Wir fahren zur „Brücke zwischen den Kontinenten“, wo sich die nordamerikanische und die eurasische Erdplatte sichtbar treffen. Übernachtung in einem Gästehaus in Grindavik. Am Abend oder am nächsten Morgen unternehmen wir bei Interesse noch einen fotografischen Ausflug zur Blauen Lagune.

Tag 2

Zahlreich sind heute unsere Möglichkeiten: am Vogelfelsen Krisuvikurbjarg können wir Dreizehenmöwen, Tordalken und Lummen treffen, südwestlich des Sees Kleifarvatn besuchen wir ein Solfatarengebiet, in dem zahlreiche Schlammtöpfe vor sich hin blubbern, z.B. Fulipollur. An der Flussmündung Ölfusa vorbei fahren wir nach Reykjadalur, wo wir an zahlreichen heißen Quellen vorbei wandern. Wer möchte, kann auch im warmen Wasser bei einem Bad entspannen. Übernachtung in Hveragerdi in einem Gästehaus.

Tag 3

Zu einem kurzen Einkaufsbesuch fahren wir in die Hauptstadt Reykjavik und anschließend erreichen wir weiter nördlich über den lieblichen Borgarfjord die Halbinsel Snaefellsnes, die aufgrund ihrer vielfältigen Landschaft auch Island „en miniature“ genannt wird. Bei Interesse können wir zum Krater Eldborg wandern (ca 2 Std), der sehr ebenmäßig geformt ist und als einer der formschönsten Islands gilt. Um ihn herum erstreckt sich ein großes Lavafeld. An der  Südküste der Halbinsel entlang fahren wir am Abend bis zu unserem Gästehaus, das schon in Sichtweite des eindrucksvollen Snaefellsjökull liegt (2 Übernachtungen).

Tag 4

Sehr ländlich gelegen, 5 Minuten vom Meer entfernt, eröffnet uns die Umgebung des Gästehauses zahlreiche Möglichkeiten zur Fotografie: schöne Strände (die zu Detail- und Strukturaufnahmen einladen), zahlreiche Seen, in der Ferne die Berge. Sehr viele Watvögel bevölkern zu dieser Jahreszeit die Region:  Schnepfen, Brachvögel, Rotschenkel, Odinshühnchen, Küstenseeschwalben.

Tag 5

Wir lassen uns viel Zeit auf der Halbinsel Snaefellsnes, ist sie doch der erste große Höhepunkt unserer Zeit und voller Leben jetzt während des Frühsommers. An der Südküste fahren wir weiter nach Budir, in der Vergangenheit ein wichtiger Handelsplatz, heute hauptsächlich wegen einer alten Kirche und den sehr schönen Stränden besucht. In der Nähe liegt das Lavafeld Budahraun. Anschließend besuchen wir die Midhus-Strände bei Hraunlandarif. Übernachtung in einem kleinen Hotel (2 Nächte)

Tag 6

Höhepunkt des heutigen Tages ist der Besuch an den Vogelfelsen von Anarstapi. Hier brüten zahlreiche Seevögel, das Meer strömt gegen die ausdrucksstarken Basaltfelsen. Zahlreiche Motive warten auf uns: Flugaufnahmen der Vögel, Szenen am Nest, die wir von oben gut beobachten können, Langzeitbelichtungen der Wellen am Strand. Bei Interesse können wir am Nachmittag auch noch den eindrucksvollen Klifffelsen Londrangar an der Südspitze von Snaefellsnes besuchen.

Optional ist an diesem oder auch am 5. oder 7. Tag der Reise (je nach Wetter) die Möglichkeit vorhanden, von Rif bei Hellisandur aus zu einem Rundflug über die Halbinsel Snaefellsnes zu starten (Charterflug), um aus der Luft die visuell besonders attraktiven Landschaften fotografieren zu können (ca 1 Std, ca 250.- bis 300.- Euro).

 

Tag 7

Heute fahren wir um die Spitze der Halbinsel herum. Bei guten Wetter sehen wir den Snaefellsnesjökull aus der Nähe, viele kleine Krater liegen in der Umgebung der Küstenstrasse.  Am Strand Djupalonssandur begegnen wir wild zerklüfteten Lavafelsen. Moose, bunte Flechten, Tang, Algen und Muscheln säumen unseren Weg zu den vielen kleinen und glattgeschliffenen schwarzen Kieseln am Strand. An Nachmittag erreichen wir das Städtchen Olafsvik  und fahren weiter nach Grundarfjördur.  Übernachtung auf einer kleinen Farm, idyllisch am Meer gelegen (2 Nächte)

Tag 8

Ländlich ist die Umgebung unserer Unterkunft, auch hier sind zahlreiche Seevögel zu sehen. Der nahe gelegene Berg Kirkjufell ist von außergewöhnlicher Schönheit, je nach Wetter haben wir zu verschiedenen Tageszeiten die Gelegenheit, ihn fotografisch eindrucksvoll in Szene zu setzen. Bei Interesse können wir uns auch die schönen Landschaften am Kolgrafjördur besuchen.

 

Tag 9

An der Nordküste von Snaefellsnes fahren wir am Lavafeld Berserkerhraun vorbei nach Stykkisholmur, von wo wir am Nachmittag mit der Fähre den Breidafjördur überqueren, um die selten besuchten Nordwestfjorde Islands zu erreichen. Von Branslaekur fahren wir bis zum westlichsten Punkt auf dem Festland Islands und besuchen die Region Latrabjarg, 5 Nächte im Gästehaus Breidavik.

 

Tag 10-13

Wir haben ausreichend Zeit, die phantastischen und dicht bevölkerten Vogelfelsen von Latrabjarg in den Mittelpunkt unserer Tagesgestaltungen zu stellen: schon früh im guten Morgenlicht werden wir uns dorthin begeben, vielleicht aber auch im warmen Abendlicht oder sogar während der hellen Nacht. Eine Schotterstraße führt uns zu dem meist menschenleeren weitläufigen Kap, an dem lediglich eine Wetterstation und ein Leuchtfeuer stehen. Das Treiben in den Brutkolonien ist äußerst spannend. Es gibt hier zahlreiche Papageientaucher zu beobachten, was auch aus großer Nähe möglich ist. Morgens sitzen diese oft vor ihren Bruthöhlen, am Nachmittag kehren sie von ihren Ausflügen vom Meer zurück und man kann sich je nach Windverhältnissen gut in Flugaufnahmen üben. Wenn wir etwas Abwechslung wünschen, können wir das Gebiet Raudasandur besuchen – ein 10 km langer Strand mit gelb/rötlichem Sand, eine wunderbare Region der Begegnung von Meer und Land, eine Symphonie der roten, grünen und blauen Farben, eine Skulptur von Fels, Sand und Muscheln.

Tag 14

Heute verlassen wir den Latrabjarg und fahren über Patreksfjördur und Arnarfjördur zum größten Wasserfall der Westfjorde: Dynjandi. Über 100 m stürzt hier das Wasser in einer immer größeren Breite in die Tiefe. Bei der Überquerung der Küstenberge werden uns wahrscheinlich noch Schneereste aus dem Winter begegnen, was zu interessanten Landschaftsmotiven führt. Zum Abend fahren wir an die Küste des Breidafjördur zurück, wo wir in einem kleinen Hotel übernachten.

Tag 15

Morgens haben wir etwas freie Zeit, bis wir dann am Mittag mit der Fähre von Branslaekur über den Fjord zurück nach Stykkisholmur und von dort aus weiter mit dem Auto bis in die Region von Reykholt, im Mittelalter das geistige Zentrum Islands, fahren. Unterwegs sehen wir bei Deildartunguhver heiße Quellen. Übernachtung im Gästehaus einer kleinen Farm.

Tag 16

Wir besuchen die Lavawasserfälle Hraunfossar, die in ihrer Weitläufigkeit reizvolle Fotomotive bieten. Evtl fahren wir ein Stück in die Hochlandstrecke Kaldidalur hinein. Optional können wir auch vom Ort Husafell aus einen Ausflug unternehmen entweder zur Eishöhle im Gletscher Langjökull (3 -4 Std, Fahrt mit dem Gletschertruck, ca 140.- Euro, https://intotheglacier.is/) oder zur größten Höhle Islands bei Videlmir, die im zehnten Jahrhundert in einem Lavafeld entstand http://www.thecave.is/ . Am Nachmittag kehren wir nach Reykjavik zurück und übernachten in einem Gästehaus (2 Nächte).

Tag 17

Der heutige Tag steht für individuelle Gestaltung zur Verfügung. Wer Reykjavik noch nicht kennt, kann die Stadt erkunden. Wer die drei Orte Thingvellir, Geysir und Gulfoss noch nicht kennt, könnte einen Tagesausflug mit dem Bus ins Goldene Dreieck unternehmen. Wer einmal einen Vulkan von innen besuchen möchte, könnte einen Ausflug zum Vulkan Thrihnukagigur buchen (5 – 6 Std. , ca 300.- Euro, https://insidethevolcano.com/ ). Wer Island noch gerne weiter aus der Luft erkunden möchte, könnte einen Flug, z.B. auf die Westmänner Inseln oder ins Gebiet von Landmannalaugar, buchen. Als weitere Option bietet es sich natürlich auch an, einfach auszuruhen und die letzten Tage auf sich wirken zu lassen.

Tag 18

Fahrt mit dem Flughafenbus oder mit einem Großraumtaxi zum internationalen Flughafen Keflavik und Rückflug nach Deutschland.

Viel unberührte Natur erwartet den Besucher in all ihren Facetten: Küstenlandschaften mit Fjorden, weitläufige Schwemmlandgebiete (Sander), sattgrüne Weiden, Lavafelder, Gletscher, die ins Meer kalben, einsame Hochlandgebiete mit minimaler Vegetation, Gebirgszüge mit gelben (Liparit) und roten (Ryolith) Oberflächen, große Seenplatten und rauschende Wasserfälle. Im Sommer webt die Mitternachtssonne ihren Zauber, lange dunkel wird es nicht. Trolle und Elfen sind nie weit entfernt. Für die Naturfotografie bietet Island eine Welt voller Geheimnisse und gewaltiger Naturerlebnisse – von der kleinsten im Gletscher eingeschlossenen, hunderte von Jahren alten Luftblase über die prägnanten Erscheinungsformen von Feuer und Eis bis hin zu den großen Brutkolonien zahlreicher Vogelarten an den rauen Klippen der Steilküsten.

Ziel dieser 18tägigen Fotoreise sind die Naturschönheiten im Westen und Nordwesten Islands: zu Beginn die geologisch noch sehr junge, lavageprägte Halbinsel Reykjanes, danach die mythenumrankte Halbinsel Snaefellsnes – für Jules Verne der Einstieg zum Mittelpunkt der Erde, später am westlichsten Punkt Europas ein Besuch an einem der größten Vogelfelsen der Welt. Hier am Latrabjarg brüten an etwa 14 km langen und bis zu 400 m hohen Klippen  Millionen Seevögel – vor allem Papageitaucher, Lummen, Tordalken und Möwen. Manche Arten haben hier ihre weltweit größten Bestände. Auch die farbsatten und wasserumspülten Küstenstreifen des Westens bieten mit Lagunen, Basaltfelsen und feinsandigen Stränden dem Fotografen Motive in großer Vielfalt.

Im Mittelpunkt der Reise stehen sowohl Landschafts- als auch Tierfotografie – und zwar in ihrem ganzen Spektrum zwischen Dokumentation und Abstraktion, zwischen reduziertem Minimalismus und geheimnisvoller Vielfalt. Die Bewegung im stürzenden Wasserfall, das Moospolster über dem erstarrten Lavastrom, das Brodeln in heißen Schlammtöpfen, eine Robbe am Strand, die aufgeregte Küstenseeschwalbe in der Luft, der am Klippenrand ausruhende Papageitaucher  – sie alle können Motiv unserer Fotografie werden. An den besuchten Orten ist genügend Zeit vorhanden, ihren Reiz und ihre Vielfalt wirklich aufnehmen zu können und fotografisch umzusetzen in Bilder, die unter die Haut gehen. Immer auf das nordische Licht achtend werden wir manche Plätze konzentriert in den frühen Morgen- bzw  späten Nachmittags-/Abendstunden, vielleicht sogar während der Nacht aufsuchen. Da sich auf Island die Wetterverhältnisse sehr kurzfristig ändern können, halten wir uns offen für spontane Veränderungen.

Die Reise richtet sich gleichermaßen an Einsteiger als auch an Teilnehmer, die bereits Erfahrung in der Naturfotografie haben. Bei Bedarf und Interesse werden die entstandenen Bilder zwischendurch gemeinsam konstruktiv besprochen, weiterhin werden Grundinformationen zur gelungenen Bildkomposition und zu einer kreativen Naturfotografie vermittelt.

Schwerpunkte der Reise:

  • Fjord- und Küstenlandschaften im Westen und Nordwesten Islands:
    Snaefellsnes, Breidafjördur, Raudasandur, Patreksfjördur
  • Besuch der Vogelfelsen während der Brutzeit: Krisuvikurbjarg, Anarstapi, Latrabjarg
  • Papageitaucher, Dickschnabel- und Trottellummen, Tordalken, Dreizehenmöwen, Lachmöwen, Skuas, Austernfischer, Krähenscharben, Uferschnepfen, Rotschenkel, Goldregenpfeifer, Regenbrachvögel, Odinshühnchen, mit Glück Eis- und Sterntaucher, Sumpfohreule sowie zahlreiche Arten mehr
  • eindrucksvolle Wasserfälle: Dynjandi, Hraunfossar
  • optionale Möglichkeiten:
    Rundflug zur Luftbildfotografie, Besuch einer Eishöhle im Gletscher, Besuch in einem Vulkan

 

 

Reiseanmeldung

 

Gut zu wissen: 

Der Reisetermin wurde zu einer für die Naturfotografie sehr attraktiven Jahreszeit gewählt, in der sich die zur Brut nach Island kommenden Vögel in großer Anzahl wieder auf der Insel versammelt haben. Die touristische Hauptreisezeit hat noch nicht begonnen, so dass es an den besuchten Orten lange nicht so voll sein wird wie im Juli oder August. Sie reisen in einer exclusiv kleinen, sehr überschaubaren Fotografengruppe, so können Sie sehr flexibel und schwerpunktmäßig von den eigenen Interessen ausgehend ihre jeweilige Tagesgestaltung mit gestalten. Abgesehen von nötigen Fahrstrecken, haben Sie dabei eine völlig freie Wahl je nach Wetter, Licht und eigenen Vorlieben.

Kurzfristig notwendig werdende Änderungen im Programmverlauf und/oder bei der Abfolge der Unterkünfte, die zumutbar sind und den Charakter der Reise nicht beeinträchtigen, bleiben vorbehalten. Dies gilt insbesondere für Änderungen, die sich aufgrund von Wetterveränderungen  ergeben.

 

Reiseleitung: Michael Lohmann – Reise- und Naturfotograf (GDT)

Leistungen:

  • Unterbringung in typischen Gästehäusern / kleinen Hotels, Farmunterkünften (teilweise einfach, aber immer nah an den fotografisch interessanten Plätzen), manchmal WC und Dusche auf dem Flur, in der Mehrzahl der Nächte mit WC im Zimmer
  • Übernachtung mit Frühstück auf Island
  • alle Transfers auf Island (Allradfahrzeuge bzw. Flughafenbus)
  • Flughafengebühren und Infomaterial
  • deutsche Fach-Reiseleitung durch Michael Lohmann – Reise- und Naturfotograf (GDT)

Im Reisepreis nicht enthalten:

  • Linienflug in der Economy-Klasse ab Deutschland nach Island und zurück
  • Mittagsmahlzeiten bzw. Brötchen, Abendessen
  • Getränke bei Mittag und Abendessen

 

Preisabweichungen auf Grund internationaler Währungsschwankungen und etwaiger unvorhergesehener Leistungsabweichungen unserer Partner ausdrücklich vorbehalten!

Bitte beachten Sie, dass spezielle Stornobedingungen (von bis 100%) für den von uns gebuchten Flug gelten. Wir empfehlen deshalb unbedingt den Abschluss einer Reiserücktritts- und Reisekranken-Versicherung (eine Versicherungspolice kann über uns bezogen werden). 

Wir bieten bewusst die Reise auf Island ohne Mittag- und Abendmahlzeit an, da wir mittags oft auf der Reise bzw. beim Fotografieren sind. So essen wir flexibel auf der Fahrt oder draußen im Gelände mit selbst besorgtem Proviant. Das Abendessen können wir in der Regel zusammen in der Unterkunft einnehmen – oder man organisiert sich selbst etwas. In einer Unterkunft steht auch eine Küche zur Verfügung, wo gemeinsam gekocht werden kann.

Galerie

© M. Lohmann