Unbekannter Balkan – Artenvielfalt in Bulgarien und Griechenland

  • Von: 02.05.2018
  • Bis: 13.05.2018
  • Preis: 1.790,00 € p.P. im Doppelzimmer
  • Einzelzimmerzuschlag: 170,00 €

Bulgarien – für viele Vogelbeobachter immer noch ein relativ „weißer Fleck“ auf der Landkarte – besitzt wegen seiner isolierten geographischen Lage und vielfältigen Ökosystemen und Landschaftstypen eine riesige Artenfülle, nicht nur an Vogelarten. Mit über 430 festgestellten und 267 Brutvogelarten ist das Land ein absolutes „Muss“ für jeden Vogelbeobachter! Die Reise hat den Schwerpunkt auf der Vogelfauna, unser versierter Reiseleiter wird Ihnen aber auch botanisch und entomologisch einiges näher bringen.

Tag 1

Ankunft am Flughafen Sofia und Transfer zum südwestlichen Ende Bulgarien in den malerischen Ort Melnik, der berühmt ist für seinen Weinanbau. Je nach Ankunftszeit in Sofia, werden wir verschiedene Beobachtungsstopps an der Strecke einlegen. Möglich dabei sind Gänsegeier, Wanderfalke, Blaumerle, Orpheus– und Sperbergrasmücke, Blassspötter, Kappenammer und viele Neuntöter. In Melnik haben Sie vier Übernachtungen.

Tag 2

Beobachtungen in den Ausläufern des Pirin Gebirges und Besuch des Klosters Rozhen

Heute erkunden wir die Ausläufer des Pirin-Gebirges, ein Hochgebirge mit stark alpinem Charakter und bis zu 2.914 m hohen Bergen. In den welligen Hügeln können wir spezielle lokale Vogelarten erwarten wie z.B. Weißbart-Grasmücke, Blauracke, Bienenfresser, KurzfangSperber, Kurzzehen– und Kalanderlerche. Am Nachmittag fahren Sie weiter zu den heißen Quellen von Rupite, die von einem ehemaligen Vulkan in der Caldera gebildet wurden. Hier kommen vor: Adlerbussard, Blaumerle, Weidensperling, Mittelmeer-Steinschmätzer und möglicherweise auch Steinsperling. Ein kultureller Höhepunkt wird der Besuch des ältesten Klosters Bulgariens sein: Rozhen. Es wurde bereits im Jahr 1220 gegründet. Übernachtung wieder in Melnik.

Tag 3

Fahrt zum Kerkini-See in Nordgriechenland (ca. 1 Std. Fahrt)

Wir fahren über die griechische Grenze und besuchen ganztägig den Kerkini See, der nur eine knappe Autostunde von Melnik entfernt ist. Der flache See liegt an der zweitgrößten Zugstraße des Balkans und ist ein Anziehungspunkt für viele Vögel. Erwarten können wir Krauskopf- und Rosapelikan, Zwergscharbe, Brauner Sichler, Löffler, Rallen– und Nachtreiher. Auch Schwarzmilane und Schreiadler jagen regelmäßig am See und an den bewaldeten Ufern werden wir viele Laubsänger und Spechte sehen. Am späten Nachmittag fahren Sie nach Melnik zurück, wo Sie wieder übernachten.

Tag 4

Von Melnik nach Keramoti (Griechenland), Fahrtdauer ca. 4,5 Std.

Sie fahren wieder rüber nach Griechenland in Richtung eines der größten Flussdeltas des Balkans, dem Nestos-Delta. Auf der Fahrt dorthin, unweit der bulgarischen Grenze, kommen Sie durch den Skiort Falakro. Hier machen Sie einen Beobachtungsstopp und können folgende „Gebirgsvögel“ erwarten: Steinhuhn, Alpendohle, Blaumerle, Fichtenkreuzschnabel, Ringamsel, Wasserpieper und möglicherweise auch Alpenbraunelle und Ohrenlerche. Übernachtung in Keramoti.

Tag 5

Nestos Delta und Nestos Schlucht

Heute erkunden Sie Wasserläufe und Feuchtgebiete des Nestos Deltas und schauen nach „Spezialitäten“ wie Spornkiebitz und Zistensänger. Auch durchziehende Limikolen wie Kampfläufer, Sichel,– und Alpenstrandläufer, Bruch– und Waldwasserläufer und andere sind möglich. Schwarzkopf- und Mittelmeermöwen, Lach– und Raubseeschwalben fliegen oft über dem offenen Meer. Je nach Wellengang könnten auch Mittelmeer-Sturmtaucher zu sehen sein. In den Waldgebieten im Hinterland des Deltas sind Pirole, Blauracken, Grün– und Grauspechte heimisch.

Am Nachmittag schauen Sie sich von oben die Nestos Schlucht mit sehr schönen Ausblicken auf das Delta an. Hier sind v.a. „mediterrane“ Grasmücken von Interesse, wie z.B. Weißbart,- Samtkopf,- und Orpheusgrasmücke und Blassspötter sowie Zipp- und Zaunammer. Übernachtung wieder in Keramoti.

Tag 6

Von Keramoti nach Krumovgrad (ca. 170km)

Am Morgen beobachten wir bei Porto Lagos, hier sind Flamingo- und Pelikankolonien. In den nahegelegenen Salinen rasten sicher durchziehende Limikolen und Seeschwalben. Am Ismarida-See versuchen wir den Seeadler, Baumfalke, Rotflügel-Brachschwalben und Weißflügelseeschwalben zu sehen. Auch an einer kleinen Kolonie von Rötelfalken schauen Sie vorbei. Am Nachmittag verlassen Sie Griechenland und fahren wieder nach Bulgarien (ca. 2 Std. Fahrt), wo Sie in Krumovgrad die Zimmer für zwei Nächte beziehen.

Tag 7

Ganztägig am Arda-Fluss und bei Madzharovo

Wir halten uns heute am naturbelassenen Arda-Fluss auf, der durch das alte Thrakien fließt und schauen nach Gänse– und Schmutzgeiern, wobei auch Mönchsgeier möglich sind. Weitere Greife wie Schwarzmilan, Stein-, Schlangen– und Zwergadler, Wanderfalke sowie Adlerbussard können wir erwarten. Auch Schwarzstörche kommen zur Nahrungssuche an das Flusstal. An den vulkanischen Steilufern des Tales kommen Blaumerle und Felsenkleiber vor. In den umgebenden Laubwäldern kommen Olivenspötter, Samtkopf-, Weißbart– und Sperbergrasmücke sowie Balkanlaubsänger vor. Übernachtung wieder in Krumovgrad.

Tag 8

Fahrt von Arda über die Sakar-Hügel zur Schwarzmeerküste

Heute haben wir eine lange, aber abwechslungsreiche Fahrt zur Schwarzmeerküste vor uns, wobei wir in den Sakar-Hügeln einen Beobachtungsstopp einlegen – der besten Stelle für den Östlichen Kaiseradler in Bulgarien! Da es dort mittlerweile wieder eine stabile Population dieser herrlichen Vögel gibt, haben wir gute Chancen ihn zu sehen. Aber auch andere lokale “Spezialitäten” wie Maskenwürger, Olivenspötter und Chukarhuhn sind zu erwarten. Am späten Nachmittag erreichen wir die Schwarzmeerküste und beziehen die Zimmer in einem Hotel nördlich von Burgas, wo Sie zwei Mal übernachten.

Tag 9

Feuchtgebiete bei Burgas

Die Seen und Feuchtgebiete um die Hafenstadt Burgas ist ein riesiges Mosaik aus Süß-, Brack- und Salzwasserseen – hier rasten sehr viele Vögel auf ihrem Weg von den Winterquartieren und hier kann man 75% aller Vogelarten Bulgariens beobachten!

Sie verbringen den ganzen Tag zwischen Burgas See, Atanasov See und Mandra See – ein richtiger „Hotspot“ für Vogelbeobachter. Bei geeigneten Wetterbedingungen werden Sie hier auch den Vogelzuges erleben und gleichzeitig die Brutvogelarten der Feuchtgebiete beobachten können. Fünf verschiedene Reiherarten, Löffler, Enten, Pelikane, Limikolen, Seeschwalben und Möwen sind zu erwarten. Die interessantesten Arten werden sein: Rosa- und Krauskopfpelikan, Braune Sichler, Dünnschnabelmöwe, Zwergscharbe, Zwerg,- Trauer-, Weißflügel-, Fluss– und Brandseeschwalbe sowie Seeadler und fast alle europäische Limikolen! Übernachtung wieder in Burgas.

Tag 10

Von Burgas nach Tyulenovo

Heute geht die Fahrt weiter nach Norden, unser letztes Quartier wird an der Steilküste des Schwarzen Meeres nördlich von Kaliakra sein (Tyulenovo), wo Sie bereits vor dem Frühstück an der Küste beobachten können. Auf dem Weg dahin gibt es heute mehrere Beobachtungsstopps, der erste wird im Eichenwald von Goritsa sein, wo Sie nach Halbringschnäpper, Gartenbaumläufer und sehr vielen Spechten, darunter Klein– und Mittelspecht Ausschau halten.

Am Nachmittag stoppen Sie in Kamchia und bei Balchik, um neue Vogelarten zu sehen wie z.B. Raubseeschwalbe, Herings– und Steppenmöwe und vielleicht sogar Pracht– und Rothalstaucher! Am späten Nachmittag erreichen Sie ihr familiär geführtes Hotel, wo Sie die beiden letzten Übernachtungen der Reise haben.

Tag 11

Steppengebiete beim Kap Kaliakra

Ganztägig besuchen Sie die Steppengebiete am Kap Kaliakra am Rande der tiefabfallenden Steilküste zum Schwarzen Meer. Zu erwarten sind: Krähenscharbe, Triel, Kurzzehen– und Kalanderlerche, Rotkehl- und Zwergpieper. Bei den mittelalterlichen Ruinen am Kap schauen Sie nach Nonnen– und Mittelmeersteinschmätzer, Rotkopf– und Schwarzstirnwürger sowie Neuntöter.

Am Kap selbst ist es möglich Vogelzug von Sing- und Greifvögeln zu beobachten, denn hier stehen Sie auf dem östlichen Punkt des Zugweges der “Via Pontica“. Es besteht die Chance auf Eleonorenfalken, Kurzfangsperber und anderen mehr.

Am Nachmittag fahren Sie zum Tal von Bolata, wo man im kleinen Feuchtgebiet Ansammlungen von rastenden Singvögeln erwarten kann. In den steilen Talflanken brütet gewöhnlich der Uhu.

Wenn die Zeit noch reicht, fahren Sie auch weiter nach Norden an die Grenze nach Rumänien, um nach dem Feldrohrsänger zu suchen. Letzte Übernachtung in Tyulenovo.

Tag 12

Transfer zum Flughafen Varna und Rückflug nach Frankfurt.

Änderung des Programms ausdrücklich vorbehalten. Preisabweichungen auf Grund internationaler Währungsschwankungen und etwaiger unvorhergesehener Leistungsabweichungen unserer Partner ausdrücklich vorbehalten!

Die Reise startet in Sofia, von hier geht es im Minibus in den Süden des Landes. Von Melnik aus (hier 4 Übernachtungen) erkunden Sie die Berge im äußersten Südwesten des Landes (Pirin-Gebirge mit gleichnamigem Nationalpark), wo u.a. Bienenfresser, Blauracke und Kurzfangsperber zu erwarten sind. Außerdem besuchen wir von Melnik aus auch den Kerkinisee, wo beide Pelikanarten vorkommen und zahlreiche Wasservögel. Danach übernachten Sie zwei Mal in Keramoti (Griechenland), um das artenreiche Nestosdelta in Nordgriechenland zu erkunden. Zur Zugzeit sind bestimmt durchziehende Limikolen zu erwarten und auch der Spornkiebitz ist möglich.

Unser nächstes Quartier ist Krumovgrad in Bulgarien (zwei Übernachtungen), wo Sie im wilden Arda-Tal folgende Vogelarten beobachten können: Schmutz-, Gänse– und mit etwas Glück auch Mönchsgeier. Zu den weiteren Greifvogelarten zählen Adlerbussard, Schwarzmilan, Schlangen- u. Zwergadler, Wanderfalke sowie Schwarzstorch.

Die vulkanischen Felsen entlang des Arda-Flusses sind Lebensraum von Blaumerle und Felsenkleiber. In den umgebenden Laubwäldern aus östlichen Eichenarten kommt eine kleine Population des Balkanlaubsängers vor. Auch Olivenspötter, Samptkopf-, Weißbart- und Sperbergrasmücke sind dort zu erwarten. Ein Höhepunkt der Reise wird sicher die Beobachtung des Östl. Kaiseradlers in den Sakar-Bergen sein.

Die Reise endet schließlich an der Küste des Schwarzen Meeres, wo die letzten drei Übernachtungen bei Burgas und Kaliakra liegen und wo der Frühlingszug in vollem Gange ist. Am Schwarzen Meer und im Hinterland werden Sie interessante Feuchtgebiete kennen lernen. Es erwartet Sie dort eine Vielzahl an Wasservögeln sowie Löffler, Sichler, Nacht-, Rallen-, Seiden-, Purpur– und Graureiher.
Abgeschlossen wird die Reise an der beeindruckenden Steilküste beim Kap Kaliakra, wo der Nonnensteinschmätzer lebt und das Zuggeschehen an Sing- und Greifvögeln in vollem Gange ist.

Der Höhepunkt der Reise liegt sicher in der eindrucksvollen Artenvielfalt der Brut- und Zugvögel mit Arten wie z.B. Rosa- und Weißkopfpelikan, Zwergscharbe, Östlicher Kaiseradler, Adlerbussard, Kurzfangsperber, Olivenspötter, Maskenwürger, Felsenkleiber und vielen mehr. Masken- Rotkopf- und Schwarzstirnwürger und der fast überall anzutreffende Neuntöter sind typisch für die vielfältige Vogelwelt Bulgariens. Aber auch die vielgerühmte bulgarische Gastlichkeit mit schmackhaften Speisen werden Sie begeistern.

Reiseanmeldung

Reiseleitung: Dimiter Petraciev (bulg. Ornithologe, in engl. Sprache)

Leistungen:

  • 11 Übernachtungen in landestypischen Mittelklassehotels (Zimmer mit Dusche/WC)
  • Linienflug von Frankfurt/M. nach Sofia und von Varna zurück nach Frankfurt/M.
  • Vollverpflegung (Frühstück, Lunchpakete, Abendessen)
  • Alle Tagesfahrten, Eintrittsgelder und Transfers wie beschrieben gemäß Programm
  • Aktivitäten wie oben beschrieben
  • englischsprachige Fachreiseleitung durch bulgarischen Ornithologen

Im Reisepreis nicht enthalten:

  • Reiseversicherungen
  • persönliche Ausgaben

Bitte beachten Sie: Dieser Flug (Economyklasse) unterliegt speziellen Reservierungs- und Ausstellungsbedingungen der Fluggesellschaft mit Sonderstorno von bis 100% ab Buchungsdatum. Die üblichen Reisebedingungen des Veranstalters gelten hier nicht. Bitte schließen Sie unbedingt eine Reiserücktritts-Versicherung ab, die einen eventuellen Reiserücktritt im Krankheitsfall abdeckt.

Preisabweichungen auf Grund internationaler Währungsschwankungen und etwaiger unvorhergesehener Leistungsabweichungen unserer Partner ausdrücklich vorbehalten!

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© E. Enchev