Der Süden Tadschikistans im Frühling

  • Von: 21.03.2020
  • Bis: 05.04.2020
  • Preis: 3.690,00 € p.P. im Doppelzimmer (ohne Flug)
  • Einzelzimmerzuschlag: 90,00 €

Fauna & Flora in Schutzgebieten Zentralasiens

 

Tag 1

Abflug am frühen Nachmittag in Deutschland mit Turkish Airlines über Istanbul

Tag 2

Ankunft in Duschanbe am frühen Morgen und Transfer zum Hotel. Ausspannen & Akklimatisierung mit  Stadtspaziergang. Vom 21. bis 24. März finden überall die Feierlichkeiten zum zentralasiatischen Frühlingsfest Nawruz statt, wir können entweder an diesem Trubel teilnehmen oder uns in die Varzob-Schlucht nördlich von Duschanbe zurückziehen, um hier in einem der Seitentäler die frühlingshafte Flora und Fauna und die Stille zu genießen.

Tag 3

Wir fahren mit mehreren Geländewagen in den Süden, in die weitgehend baumlosen Aruktoy-Berge. In diesen entlegegen Steppenbergen, die immerhin bis 1600 Meter hoch sein können, gibt es in Schluchten und an Wasserläufen interessante Biotope. Regelmäßig werden Streifenhyänen hier gesehen, es ist das nördlichste Biotop dieser scheuen Tiere weltweit. Reine Fahrzeit 3-4 Stunden, Übernachtung in privaten Gästehäusern.

Tag 4-6

Wir werden drei volle Tage hier im Süden verbringen und auf die Suche nach Frühblühern, Vögeln, Hyänen und anderen Tieren gehen. Auf einer Höhe von 1000-1500 m können wir uns gut für den Aufenthalt im Pamir akklimatisieren.

Ein Ein- bis Zweitagesausflug führt uns in die sogenannte Tigerschlucht, den größten noch erhaltenen Turanga-Auwald in Zentralasien am Zusammenfluss von Wachsch und Pandsch zum Amu-Darja auf einer Höhe von ca. 400-500 m. Hier gibt es noch Buchara-Hirsche und Schilfkatzen und auch eine interessante Vogel- und Amphibienwelt.

Tag 7

Durch spektakuläre Landschaften geht es heute in Richting Pamir. Wir fahren durch trockene Hügellandschaften mit Pistazienhängen, queren auf ca. 2300 m Höhe das Hazratischoh-Gebirge und fahren durch die wilden Schluchten des Pandsch in den Ort Zighar (Höhe: 1200 m), wo wir in einem Camp des lokalen Schutzgebietes mitten in der großartigen Natur untergebracht werden.

Tag 8-10

Hier um Zighar ist das Gebiet mit der größten Dichte von Markhoren und Schneeleoparden in Zentralasien. Wir werden drei Tage hier zubringen und die Markhore in den Felswänden beobachten, in der Hoffnung, auch ihrem größten Beutegreifer auf die Schliche zu kommen. Wir platzieren Fotofallen an den Wildwechseln der Markhore. Auch interessante Vogelbeobachtungen können wir machen: Es gibt Stummelscherenschwanz und Klippenkleiber, Mauerläufer und Bachpfeifdrosseln, Steinadler und drei Geierarten  – Bartgeier, Schnee- und Gänsegeier.

Tag 11

Heute fahren wir durch die wilde Schlucht das Pandsch aufwärts und gelangen nach 8 bis 10 Stunden nach Chidschez im schroffen Bartang-Tal auf ca. 2000 m Höhe. Wir werden in privaten Gästehäusern untergebracht.

Tag 12-13

Die nächsten zwei Tage verbringen wir an den verschiedensten Orten im kommunalen Wildschutzgebiet Ravmed-dara auf ca. 2000-3000 m Höhe. Wir erleben hier den Ausbruch des Pamir-Frühlings und haben die Chance, Sibirische Steinböcke relativ nah zu beobachten und hoffen natürlich, dass wir auch den Schneeleoparden ins Glas bzw. vor die Linse bekommen.

Tag 14

Wir beginnen die Rückreise. Von Chidschez fahren wir nach Zighar, um die Fotofallen zu kontrollieren. Wir übernachten wieder im Camp des kommunalen Schutzgebietes in Zighar.

Tag 15

Der Transfer Zighar – Duschanbe dauert 5 bis 6 Stunden. Wir haben Gelegenheit, den Markt zu besuchen und lasssen die Reise bei einem zünftigen tadschikischen Abschiedsabendessen ausklingen. Kurze Nacht im Hotel in Duschanbe

Tag 16

Am frühen Morgen Transfer vom Hotel zum Flughafen (15 Minuten Fahrzeit) und Rückflug nach Deutschland.

Änderungen des Programms vorbehalten!

Diese Reise hat in dieser Form noch nie stattgefunden und darf deswegen wirklich als „Pionierreise“ mit Expeditionscharakter gelten. Der Schwerpunkt liegt auf der Tierbeobachtung v.a. von Huftieren und Vögeln in ausgewählten Wildschutzgebieten mit Beständen von Schraubenziegen und Sibirischen Steinböcken. In diesen Gebieten kommt neben Braunbären (Isabel-Braunbären, hellbraune und kleinere Unterart) und Wölfen auch wieder der seltene Schneeleopard vor.

Je nach Foto- und Filmausrüstung kann man auch Naturfotografie oder Videofilmen betreiben. Man sollte allerdings eine flexible und leichte Ausrüstung mitbringen – auch wegen der nicht immer einfachen Gehstrecken. Es werden Höhenunterschiede von bis zu 1000 m bewältigt und man sollte körperlich schon fit sein. Details und Fragen zur Foto- und Videoausrüstung klären wir noch ab.

Wir halten uns mehrheitlich in staatlichen und gemeindebasierten Schutzgebieten mit typischer zentralasiatischer Tier- und Pflanzenwelt (Frühblüher, Wildobstbäume) auf.

Unsere Partner vor Ort sind sehr erfahren im gemeindebasierten Naturschutz und bieten diese Reise mit uns zum ersten Mal an. Durch die Arbeit dieser Organisation im sogenannten „Tadschikischen Berghuftierprojekt“ haben sich in den vergangen Jahren die Bestände von Schraubenziegen (Markhor), Sibirischen Steinböcken und Marco-Polo-Schafen so weit stabilisiert, dass auch der größte Beutegreifer der Region wieder Nahrung in seinem Lebensraum vorfindet: der Schneeleopard. Ein kleines Vorkommen von Streifenhyänen im Südwesten gilt als gesichert. Eine bemerkenswerte Pflanzenwelt und eine hochinteressante Ornifauna, die Elemente Zentralasiens und des indischen Subkontinents vereint, ergänzen den Eindruck. Wir werden die größte Flussauenlandschaft Zentralasiens am Zusammenfluss von Wachsch und Pandsch zum Amu-Darja besuchen, die Steppenberge von Aruktoy, die Hazratischoh-Berge und das Bartang-Tal im Südwestlichen Pamir.

In den Schutzgebieten werden wir in privaten Gästehäusern untergebracht, die einfach sind, aber einen wunderbaren Einblick in die ursprüngliche tadschikische Gastfreundschaft bieten.

Geführt werden Sie vor Ort von einer Expertin für Zentralasien und Autorin des Reiseführers “Tadschikistan“ und weiterer Reiseführer in Zentralasien, Dagmar Schreiber .

Reiseanmeldung

Reiseleitung: Dagmar Schreiber

Leistungen:

  • Unterbringung vor Ort in privaten Gästehäusern, Dusche/WC werden geteilt mit den Mitreisenden; Vollverpflegung
  • alle Fahrten, Exkursionen und Eintritte gemäß Programm
  • deutsch sprachige Reiseleitung durch Dagmar Schreiber und örtlicher, englischsprachiger Guide
  • in den Schutzgebieten Begleitung durch erfahrene Wildhüter

Im Reisepreis nicht enthalten:

  • Flug nach Duschanbe (buchen wir gerne für Sie. Kosten bei früher Buchung ca. € 700,00)
  • Trinkgelder für Busfahrer und örtliche Guides
  • persönliche Ausgaben und Getränke

Bitte beachten Sie: Falls Sie den Flug über uns buchen: Der Flug (Economyklasse) unterliegt speziellen Reservierungs- und Ausstellungsbedingungen der Fluggesellschaft mit Sonderstorno von bis 100% ab Buchungsdatum. Die üblichen Reisebedingungen des Veranstalters gelten hier nicht. Bitte schließen Sie deshalb auf alle Fälle eine Reiserücktrittskosten-Versicherung ab.

Preisabweichungen auf Grund internationaler Währungsschwankungen und etwaiger unvorhergesehener Leistungsabweichungen unserer Partner ausdrücklich vorbehalten!

 

Einreisebedingungen nach Tadschikistan: hierzu siehe auch die Seiten des Auswärtigen Amtes (www.auswaertiges-amt.de).

Für Deutsche, Schweizer und Österreicher sowie Reisende aus anderen europäischen Ländern gilt eine Visum- und Reisepasspflicht bei Aufenthalten in Tadschikistan. Bei der Einreise sind gültige Rück- oder Weiterreisetickets erforderlich.

Für Aufenthalte bis zu 45 Tagen, mit einmaliger Ein- und Ausreise, ist online ein elektronisches Visum e-Visa zu beantragen. Es ist auf die korrekte Angabe der Nummer des deutschen Reisepasses zu achten. Das kostenpflichtige E-Visum wird als E-Mail versandt, das auszudrucken und während der Reise mitzuführen ist. Die Reise sollte keinesfalls angetreten werden, wenn das Visum nicht ausgestellt wurde. Ein E-Visum kann während des Aufenthalts in Tadschikistan nicht verlängert werden.

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