Montenegro und Albanien

  • Von: 03.05.2020
  • Bis: 13.05.2020
  • Preis: 2.395,00 € p.P. im Doppelzimmer (ohne Flug)
  • Einzelzimmerzuschlag: 220,00 €

Ornithologische Studienreise mit naturfotografischem Schwerpunkt

Das kleine Gebirgsland Montenegro hat eine große landschaftliche Vielfalt zu bieten und gilt seit einigen Jahren als „Wild Beauty“ am Westbalkan.

Albanien ist in vielerlei Hinsicht ein noch ursprüngliches Land mit byzantinischen, osmanischen und ebenso europäischen Wurzeln und fast archaischen Landschaften mit ausgedehnten Lagunen, Seen und ursprünglichen Fluss- und Gebirgslandschaften.

 

Tag 1

Anreise – Nationalpark Skutari See – Küstenstadt Ulcinj
Flug von Deutschland/Schweiz/Österreich via Wien nach Podgorica (Montenegro) mit Landung am Nachmittag und anschließendem Transfer mit Minibus Richtung Ulcinj. Dabei stoppen wir nach einer halben Stunde Fahrt beim Informationszentrum des Nationalparks Skadarsko jezero (Skutari See) in Vranjina für eine besondere Führung in der Ausstellung. Direkt am See befindet sich ein Restaurant mit Terrasse, wo wir eine Kaffeepause einlegen. Die ersten Haubentaucher, Seidenreiher, Weißbart– und Flussseeschwalben, Zwergscharben und einzelne Greifvögel sind dort sicherlich zu beobachten. In der Felswand hat sich eine  Dohlenkolonie angesiedelt. Dann fahren wir nach Ulcinj (ca. 1 Std. Fahrt), wo wir für die ersten 7 Nächte unser Hotel beziehen. Wir wohnen im Hotel Palata Venezia in der alten Festung der ehemaligen Piratenstadt mit einem herrlichen Blick aufs Meer. Am Hotelgebäude brüten Alpen– und Mauersegler.

Tag 2

Die Saline Ulcinj
Unser Hotel liegt ideal für Meeresbeobachtungen. Besonders am Morgen sind Schwarzkopf- und Zwergmöwen, Seeschwalben und vereinzelte Enten zu erwarten. Bei ruhiger See sehen wir vielleicht Grosse Tümmler und bei Südwind Sepia– und Mittelmeersturmtaucher. Dann besuchen wir die nahen Salinen von Ulcinj (14,5 km2), die für Wat- und Wasservögel ideale Rastbedingungen bieten. Zuerst beobachten wir an den Kristallisationsteichen und erkunden die Salinen zu Fuß. Wir hoffen auf Zwerg- und Alpenstrandläufer, Grünschenkel, Teich– und Bruchwasserläufer und Dunkle Wasserläufer sowie zahlreiche Stelzenläufer. Auch seltene Limikolen wurden in den letzten Jahren regelmäßig beobachtet. Triele balzen, und vielleicht sind die ersten Rotflügelbrachschwalben schon da? Mit Rosa Flamingos und Zugtrupps von Weißbart– und Weißflügelseeschwalben ist auch zu rechnen. Mit etwas Glück können wir sogar die Ringe der Flamingos abzulesen. Wir picknicken entweder draußen oder lassen uns in einem Restaurant verwöhnen. Am Nachmittag erkunden wir den Süddamm der Salinen. Wir hoffen auf Europäischen Löffler und weitere Zugvögel, wie Braunkelchen, Schafstelzen oder Steinschmätzer. Die Salinen bieten gute Möglichkeiten auch zur Beobachtung von Kleinvögeln der offenen Landschaft (z.B. von Grauammer über Haubenlerche und Maskenschafstelze, die hier Brutvogel ist).

Tag 3

Ein Querschnitt durch die Landschaften des Deltas der Bojana
Die Morgenexkursion führt uns heute zum orthodoxen Friedhof von Ulcinj. Blaumerle, Zaunammer und Blutspecht könnten zu sehen sein. Von unserem Aussichtspunkt beim Hotel suchen wir nach Meeres- und Zugvögeln die zur Küstenlinie gedrängt werden. Wir versuchen von der Velika Plaža (Großer Sandstrand) aus einen Querschnitt durch das Bojanadelta zu erkunden: Sandstrand, Sümpfe, Sanddünen, Auwälder und periodisch überschwemmte Hutweiden. An der Küste sind die ersten Brandseeschwalben zu sehen und vielleicht beginnt schon der Trauerseeschwalben- und Zwergmöwenzug. Der nächste Halt gilt dem Zugbeobachtungspunkt auf der Insel Ada Bojana. Zum Mittagessen gehen wir zum Restaurant bei der Bojanabrücke mit Mehlschwalbenkolonie zurück. Nach dem Essen wagen wir uns kurz ein zweites Mal auf die Ada Bojana. Später am Nachmittag versuchen wir die gemischte Reiher-, Brauner Sichler– und Zwergscharbenkolonie nahe dem Bojana-Buna Fluss zu finden. Die Kolonie verschiebt sich in letzten Jahren hin und her wegen Störung durch den Menschen und wir müssen auf die Nahrungsflüge achten. Wahrscheinlich sind die ersten Vögel wie Löffler bereits am Brüten. Bei scheitern in der Suche nach der Kolonie beobachten wir in den Knetasümpfen und auf Hutweiden und Feuchtwiese die späten Durchzügler. Ein kurzer Vortrag über die Naturschutzbemühungen und die Vogelwelt in der Region ist vor oder nach dem Abendessen möglich.

Tag 4

Skutari-See Südseite mit Kastanienwäldern
Von Ulcinj geht es Richtung Skutarisee. Wir fahren durch Karstlandschaften über Vladimir und Vidikovac auf der alten Panoramastrasse nach Virpazar dem Südufer entlang. Der Ausblick auf den See ist wunderschön. Beim ersten Halt auf dem Vidikovac und ersten Kontakt mit dem See bei Ckla wird das riesige Ausmaß des Sees ersichtlich. Ab Ostros sind schon die uralten Kastanienwälder zu sehen. Wir halten Ausschau nach ersten ankommenden Kurzfangsperbern. Bei Livari halten wir in einem sehr alten Kastanienhain. Wiedehopf, Schwarz-, Grün– und Kleinspecht sowie Nachtigall und Zwergohreule brüten hier. Oberhalb Muri?i legen wir eine späte Nachmittagspause ein – falls wir das nicht schon früher in Ostros mit Kaffestopp gemacht haben. Unten am See gibt es auf einer Insel eine Graureiherkolonie, und an den felsigen Hängen kann man Ortolan, Blaumerle, Felsenkleiber und Balkansteinschmätzer beobachten. Über dem See lassen sich vielleicht auch Krauskopfpelikane blicken. Bei einem letzten Stopp vor Virpazar ist mit einer Haubentaucherkolonie und Orchideen zu rechnen. Die Tagesreise runden wir im unseren Hotel mit einem späten traditionellen Abendessen ab.

Tag 5

Ausflug an die Bucht von Kotor (Saline Tivat)
Heute folgt ein Ausflug zur Bucht von Kotor. Unser erster Beobachtungsplatz sind die Salinen von Tivat, die wir nach etwa 1½ Stunden Fahrt erreichen. Neben einer Auswahl von Limikolen und vielleicht ein paar Braunen Sichlern, sind hier Seiden- und Zistensänger und der erste Rotkopfwürger zu erwarten. Zu Mittag fahren wir die letzten 15 Minuten nach Kotor. Die historische venezianische Altstadt liegt direkt an einem hohen Felsabhang, in dem Alpendohlen brüten. Mittagspause zur freien Verfügung. Dann fahren wir die kurvenreiche Passstrasse aufs Lov?en Gebirge hinauf und halten mehrmals an, um den Ausblick auf die Bucht zu genießen. Ornithologisch bringen uns diese Stopps wohl Alpensegler, Kolkraben, vielleicht einen Steinadler, Felsenschwalbe und Zippammer. Beim Restaurant am Pass versuchen wir Heidelerche und Balkanmeise zu finden. Dann müssen wir etwas Zeit aufholen, um rechtzeitig zum Abendessen in Ulcinj zurück zu sein. Wir geniessen die Abwechslung einer ganz anderen Karstlandschaft und erreichen die ehemalige montenegrinische Hauptstadt Cetinje. Obwohl schon der Skutarisee in Sicht ist, halten wir noch einmal um einige schöne Orchideen zu suchen. Schließlich erreichen wir gegen 20 Uhr unser Hotel. Alternativ können wir auch am Nachmittag an der imposanten Wehrmauer von Kotor wandern und dabei nach Greifen, Seglern und Ammern suchen, die steile Hänge und Felswände im Karst bewohnen.

Tag 6

Sasko jezero und Olivenhein Valdanos
Vormittags verbringen wir bei einem Naturkarstsee (Sako jezero), bei der mittelalterlichen Ruine Svac. Wir suchen nach der Nachtigallgrasmücke und beiden Morphen des Balkansteinschmätzers und genießen den Blick auf viele singende Balkangrasmücken und die Blumenpracht der steinigen Karstwiesen. Auch die Kappenammer sollte schon angekommen sein! Bei Kaffee und Picknick auf einer See-Terrasse halten wir Ausschau nach versteckt lebenden Wasservögeln wie der Zwergdommel. Auch der Seidensänger sollte nicht fehlen. Durch die Schlucht des Klezna Tales zurück nach Ulcinj beobachten wir am Strand Plaza Valdanos, der sich am Ende der Strasse durch den großen Olivenhain der Stadt befindet. Zaunammer und Greife sind zu erwarten. Im Olivenhain sind in den letzten Jahrhunderten mehrere 10.000 Bäume gepflanzt worden. Nach dem Abendessen versuchen wir in der Nähe des Hotels beim orthodoxen Friedhof eine Zwergohreule zu hören – wir prüfen auch, ob sie in der alten Platane an Mala plaža erneut brütet

Tag 7

Bootsfahrt auf Skutari-See (Skadarsko jezero) und Mora?a Fluss
Nach einer Stunde Fahrt sind wir bereits im Boot auf dem Skutari See bei Vranjina unterwegs. Wir erkunden das Ufer und hoffen, dass wir nahe an die Krauskopfpelikane heran kommen. Unzählige Nahrungsflüge der Wasservögel begleiten uns durch den Tag. Wir suchen nach weidenden Nutztieren, die von vielen Reihern und Sichlern begleitet werden. Den Nachmittag verbringen wir mit der Beobachtung der Sumpf- und Auwaldlandschaften bei Vranjina von Ufer aus, wo mehrere Entenarten samt Moorente und Beutelmeise zu sehen sind. Auf unserem Weg nach Ulcinj kommen wir an einer ausgedehnten Auenlandschaft vorbei, unterhalb der Žabljak Burg. Im Hotel lassen wir uns wieder kulinarisch verwöhnen.

Tag 8

Albanische Seite des Skutarisees (Liqeni i Shkodrës)
Heute fahren wir nach Albanien. Nach dem Grenzübertritt kommen wir rasch nach Shkodra, der Hauptstadt Nordalbaniens. Unser erster Beobachtungsstopp wird am Bunafluss sein (Bojana auf montenegrinisch): an der Engstelle des Flusses vor Shkodra, wo sich Menschen und Wasservögel treffen! Wir beziehen zuerst die Zimmer im Hotel Europa, in dem wir die letzten drei 3 Nächte verbringen. Weiter geht es zum alten Bunadurchbruch bei Gjo-Lulit, eine ausgedehnte Hutweide (20 km2), die bei starken Regenfällen leicht überschwemmt wird. Das ausgedehnte Kneta Gjeratit-Feuchtgebiet wird um diese Jahreszeit von rastenden Zugvögel besucht. Im Gebiet wird in der Regel gejagt, obwohl von der albanischen Regierung ein Jagdmoratorium für alle Vogel ausgerufen wurde, was aber niemand einhält!

Rallenreiher, Balkansteinschmätzer, Löffler und Kampfläufer könnten zu sehen sein. Gegen Mittag erreichen wir die Küste bei Bax Rrjolli und essen bei gutem Wetter in einem Restaurant am Strand. Am Nachmittag wandern wir 3-4 Stunden langsam entlang der beeindruckenden Sanddünenlandschaft (alte Haustierrassen, baden in Adria ist möglich!). Wir suchen nach Heckensänger am Rande seines Brutareals. (Alternative: bei schlechtem Wetter essen wir am Skutari See im Fischerdorf Shiroka zu Mittag oder direkt am Drini Fluss und beobachten die Wasservögel am Auslauf des Sees. Den Nachmittag widmen wir den Steppenvögeln wie Kurzzehen-, Kalander– und Haubenlerche und dem Triel in der unteren Steinsteppe bei Koplik (nördlich von Shkodra). In der Ferne können wir Krauskopfpelikane unweit ihrer Kolonie Pan?eva oka in Montenegro beobachten.

Tag 9-10

Zwei Tage zwischen Skutari See und albanischen Bergen
Der Fahlsegler ist in der Stadt Shkoder gar nicht so selten und wir werden ihn am Morgen sicher beobachten. Danach fahren wir zügig in Richtung Skutarisee und genießen den Vormittag am Ufer einer flachen Seebucht nahe Bajze (bedeutet „Blässhuhn“). Danach besteigen wir einen Hügel mit alten Militärposten, um von oben die Torf-Sumpfe mit schwimmenden Auwäldern besser einsehen zu können, in dem die Krauskopfpelikane brüten. Eine grandiose Naturlandschaft! Am Nachmittag erkunden wir den 20 km2 großen Schwemmkegel eine Steppe bei Koplik, die aus dunklen Kieselsteinen besteht. Die Kieselsteppe ist ein EIdorado für Kurzzehnlerche, Kalanderlerche und Triel. Die beweidete Steppe fällt direkt in den See. Auch Orchideen, wie fast überall in dem Gebiet, können wir bestimmen: Orchideenwiesen mit Lockerblütigem Knabenkraut (Orchis laxiflora) färben die Feuchtwiesen um den See dunkel violett. Abendessen werden wir in einem „Hochhaus“ in Shkodra, an dem wir Schlafplatzflüge von Dohlen beobachten können.

Am nächsten Tag versuchen wir von der Kleinstadt Koplik aus zum Fuß der Alpen zu kommen. Fahrt durch verlassene Plantagen von Salbei führt in die alte Welt des neuen Albaniens. Wir versuchen gleichzeitig Berg- und Steppenvogel zu beobachten und Greifvogel an steilen Hängen zu entdecken. Wir essen traditionell albanisch in einem alten Kastanienhain. Begleitet von alten Haustierrassen und Rotkopfwürger durchqueren wir eine interessante Kulturlandschaft, die zum Boge Pass (1900 m) führt. Wir steigen entlang der neuen Passtrasse soweit hoch, bis uns die ersten Schneefelder stoppen. Dieses Berggebiet mit vielen Tälern und bis 2600m hohen Bergen, umfasst ein Gebiet von ca. 2000 km2 Fläche und ist ornithologisch noch nicht erschlossen. Wir genießen die unberührte Landschaft.  Sie heißt bemerkenswerter Weise: „Verfluchtes Gebirge“ und ist kaum von Menschen besiedelt.

Tag 11

Grenzgebiet Skutari-See (AL/MN) und Heimreise
Nach dem Frühstück und Kofferpacken Abfahrt um 8:30 Uhr. Bald nach Grenzübergang Hani-Hotit/Božaj halten wir in Montenegro an einem Beobachtungsturm im Schutzgebiet Pan?eva oka und lassen uns die Füße in einer Karstquelle in der Vitolj Bucht kühlen. Wir nehmen uns dort eine Stunde Zeit für das „Pirol-Orchester“ im Auwald und beenden die Reise in einem Restaurant beim Flughafen mit einem traditionellen montenegrinischen Gericht. Das Flugzeug nach Wien geht um 15:00 Uhr.

Die relative Abgeschiedenheit und die Isolation Montenegros durch jahrelange Kriegswirren in der Region bewirkten, dass Umweltzerstörungen im großen Stil ausblieben. Um die vielfältige Kulturlandschaft und einzigartige Naturräume wie den Sandstrand Velika Plaža und den Skutari-See zu bewahren, ist das Land auf internationale Unterstützung, am besten durch einträglichen Naturtourismus angewiesen.

Unter den anderthalb Millionen ausländischer Touristen, die letztes Jahr Albanien besuchten, finden sich neuerdings auch gut ausgerüstete Vogelbeobachter/Innen und Naturfotografen. Bekannt ist, dass dort die westlichste Population des Krauskopfpelikans lebt. Am Südufer des Skutari-Sees findet man von der Steinsteppe am See bis zu den Höhenzügen des „Verfluchten Gebirges“ höchst interessante Lebensgemeinschaften auf kleinstem Raum.

Schwerpunkte dieser Reise sind die Beobachtung des Vogelzuges, der Brut- und Standvögel sowie von Fauna und Flora in der Karstlandschaft und in den Auen um den Skutari See in Montenegro und Albanien, entlang dem Grenzfluss Bojana/Buna, an seinem Delta an der Adriaküste und in den Salinen von Tivat und Ulcinj.

Unsere Unterkunft für die ersten 7 Nächte ist das komfortable Hotel Palata Venezia (altes venezianisches Palazzo) in der historischen Altstadt von Ulcinj www.hotel-palatavenezia-montenegro.com/de/, welches deutlich über dem landestypischen Niveau liegt. Außerdem ist seine Lage im wörtlichen Sinn herausragend – auf einem Felsen mit Möglichkeiten Alpen- und Mauersegler sowie Zugvögel zu beobachten.

Die zweite Unterkunft ist das Hotel Europa in Shkoder www.europagrandhotel.com/

Borut Stumberger beschäftigt sich seit Jahrzehnten als Wissenschaftler, Tierarzt und Vogelschützer mit ornithologischen Fragestellungen am Balkan und ist Autor mehrerer Publikationen über die Region (vgl. Der Falke 3/2018, Skutarisee und Bojana-Buna Delta). Er hat in Montenegro bereits mehrfach ornithologische Studienreisen geführt und ist, gemeinsam mit Martin Schneider-Jacoby, Autor des EURONATUR-Reiseführers: „Adria-Ostküste: Vögel beobachten und Natur erleben in historischen Landschaften am Mittelmeer.“ Er führt uns an diese wichtigen Rast- und Brutplätze für Zugvögel auf dem Adriatic Flyway, der  „ostadriatischen Zugroute“.

Dr. Herbert Bödendorfer ist Geograf und Vogelfotograf mit Führungserfahrung in Westafrika und Europa. Er wird sich, wie schon 2019, um die Vogelfotografen kümmern. Gelegentlich spaltet sich die Gruppe in Beobachter und Fotografen auf, um sich am Abend darüber auszutauschen. Tarnzelte und Tarnnetze sind vorhanden. Er hat zur Vorbereitung dieser Reise mit seiner Frau Eva 2017 und 2018 die besten Fotoplätze in Montenegro und Albanien ausgekundschaftet.

Geplant ist eine flexible Teilung in Orni- und Fotografen-Gruppe in zwei großen PKW`s oder zwei Minibussen. So wird den spezifischen Interessen entgegengekommen und dennoch können beide Gruppen voneinander profitieren. Es ist dem Veranstalter ein großes Anliegen, durch diese Reisen zum Schutz der gefährdeten Lebensräume in Montenegro beizutragen und auch Daten über die Vogelbestände zu erhalten.

Das Besondere an dieser Reise ist die Führung in einer kleinen Gruppe (getrennt in Fotografen und Beobachter) durch einen sach- und sprachkundigen Vogelkundler mit einem breiten Blick für die natürliche und kulturelle Vielfalt der Balkanregion (incl. ein Abendvortrag) und einen Geologen und Naturfotografen. Die Zeit ist so gewählt, dass noch Zugvögel zu erwarten sind, aber auch schon Brutvögel eingetroffen sein sollten. Neben der Vogelwelt werden sich auch Reptilien, Amphiben und eine reiche mediterrane Flora, als Motive anbieten.

Die täglichen Ausflüge sind also keine langen Autofahrten, sondern lassen viel Zeit für Beobachtung, Fotografie und Spaziergänge.

Die Anreise ist nicht im Reisepreis eingeschlossen. Sie kann per Flug zum Flughafen von Podgorica erfolgen (Preis des Fluges siehe Leistungsblock), der täglich mehrmals, meist über Ljubljana, Wien oder Belgrad, angeflogen wird. Natürlich kann man auch mit dem eigenen PKW anreisen und die Reise dann auch noch privat verlängern. Eine Verlängerung ist auch mit einem Mietwagen leicht möglich. Für Eisenbahn-Fans ist die Bahnfahrt von Belgrad nach Bar durch eine wilde Bergregion etwas ganz Besonderes. Alle Gäste werden bei ihrer Ankunft abgeholt und ins Hotel in Ulcinj gebracht. (Transfer vom Flughafen in Podgorica ca. 1,5 Std.

Zu erwartende „besondere“ Tiere und Pflanzen:
Rosaflamingo, Krauskopfpelikan, Kurzfangsperber, Zwergscharben, Stelzenläufer, Blaumerle, Alpensegler, Bienenfresser, Balkansteinschmätzer,, Kurzzehen- und Kalenderlerche Östl. Weißbart- u. Weisflügelgrasmücke („Balkan-Bartgrasmücke“), Felsenkleiber, Kappenammer, Ortolan, viele Zugvögel, Orchideen und vieles mehr.

Reiseanmeldung

Reiseleitung: Borut Stumberger und Dr. Herbert Bödendorfer (deutschsprachig)

Leistungen:

  • 7 Nächte HP im (landestypischen 4****) Hotel „Palata Venezia“ in Ulcinj (Zimmer mit Dusche/WC)
  • 3 Nächte HP im landestypischen Hotel Europa in Shkoder europagrandhotel.com/ (Zimmer mit Dusche/WC)
  • Mittagsverpflegung (Picknick oder Lunchpaket)
  • Sicheres Trinkwasser.
  • Alle Fahrten im Minibus, Eintritte

Im Reisepreis nicht enthalten:

  • An- und Rückreise. Ein Flug nach Podgorica von Frankfurt aus kostet bei früher Buchung und mit einem Stopp in Wien oder Laibach ca. 300,00
  • Trinkgelder für örtliche Führer oder Hotelpersonal.
  • Persönliche Ausgaben
  • alkoholische Getränke

Bitte beachten Sie: Falls Sie den Flug über uns buchen: Der Flug (Economyklasse) unterliegt speziellen Reservierungs- und Ausstellungsbedingungen der Fluggesellschaft mit Sonderstorno von bis 100% ab Buchungsdatum. Die üblichen Reisebedingungen des Veranstalters gelten hier nicht. Bitte schließen Sie deshalb auf alle Fälle eine Reiserücktrittskosten-Versicherung ab.

Info Reiseversicherung:

Preisabweichungen auf Grund internationaler Währungsschwankungen und etwaiger unvorhergesehener Leistungsabweichungen unserer Partner ausdrücklich vorbehalten!

 

Einreisebedingungen nach Montenegro: hierzu siehe auch die Seiten des Auswärtigen Amtes (www.auswaertiges-amt.de). Bürger der EU, der Schweiz und Liechtenstein benötigen einen gültigen Reisepass (Personalausweis reicht nicht immer!). Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie aus einem anderen Land kommen. Für die Einreise nach Albanien (bis 90 Tage) reicht der Personalausweis.

Impfungen: Das Auswärtige Amt empfiehlt grundsätzlich, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggfs. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Masern, Mumps, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B und Tollwut empfohlen.

Bitte beachten Sie: diese Reise eignet sich nicht für Personen mit eingeschränkter Mobilität.

Weiterführende Literatur:

Schneider-Jacoby, M. & Stumberger B. (2011): Adria-Ostküste: Vogel beobachten und Natur erleben in historischen Landschaften am Mittelmeer. Euronatur Service GmbH, Radolfzell. ISBN 978-3-00-033929-5. pp 265.

Schneider-Jacoby, U. Schwarz, P. Sackl, D. Dhora, D. Saveljic & B. Stumberger (2006): Rapid assessement of the Ecological Value of the Bojana-Buna Delta (Albania / Montenegro). Euronatur, Radolfzell. pp 102.

Stumberger, P. Sackl, D. Saveljic & M. Schneider-Jacoby (2008): Managment Plan for the Conservation and Sustainable Use of the Natural Values of the Privately Owned Nature Park „Solana Ulcinj“, Montenegro. Joannea – Zoologie 10: 1-84.

Schneider-jacoby M., Stumberger B. & Schwarz U. (2010): Zonation Concept for Lake Skadar-Shkoder and the Bojana-Buna Delta. In: Denac D., Schneider-Jacoby M. & Stumberger B. (eds). Adriatic Flyway – closing the gap in bird conservation. EuroNatur, radolfzell. pp 103-115.

Reiser, O. & Führer, L. (1896): Materialien zur einer Ornis balacanica. IV. Montenegro. Bosnisch-Herzegowinisches Landesmuseum in Sarajevo. Carl Gerolds Sohn, Wien. pp 149

Lips, W. (2007): Montenegro, Crna Gora. Reise Know-How Verlag Peter Rump. 2. aktualisierte Aflage. ISBN 978-3-8317-1570-1

Plesnik, M. (2004): Montenegro endtecken. Zwischen Adria und Schwarzen Bergen. Trescher Verlag. ISBN: 3-89794-027-2.

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